08.09.2012

Perl-Borg: Langehanenberg und Salzgeber siegen

„Ich bin natürlich unheimlich happy, mit zwei Siegen dieses tolle Turnier abschließen zu können.“ Ulla Salzgeber hat nach dem Grand Prix heute auch die Grand Prix Kür, den Preis der Mia Electric Cars, gewonnen.


Mit Herzruf’s Erbe erhielt sie 79,55 Prozentpunkte. „Das war für den Einstieg nach der längeren Pause eine sehr ordentliche Vorstellung, aber auch noch mit reichlich Luft nach oben“, resümierte Salzgeber. 

Nach sechs Monaten Turnierpause war das Vier-Sterne-Turnier auf dem Gestüt Peterhof in Perl-Borg wieder der erste Start für Salzgeber und ihren 13-jährigen Rheinländer. Pferd und Reiterin werden noch vier Tage auf dem Peterhof bleiben und von dort aus dann zu ihrem nächsten Start nach Donaueschingen reisen. Danach beginnt für ‚Herzi’ die Weltcup-Saison im französischen Lyon. „Im Weltcup werde ich meine andere Kür reiten, die Les Miserables-Kür.“ In Perl-Borg war die zweifache Mannschafts-Olympiasiegerin mit ihrer James Bond-Kür gestartet, das Publikum hat die Kür genossen und gejubelt. „Das war eigentlich das Tollste hier, dieses zauberhafte Publikum heute Abend“, schwärmte die Siegerin.

Platz zwei ging an den Chefbereiter des Peterhofs, den Schweden Patrik Kittel. Mit Silvano hat er 75,95 Prozentpunkte von dem internationalen Richterkollegium erhalten. „Das ist international die höchste Wertung, die ich mit Silvano je bekommen habe“, freute sich Kittel. „Ich bin sehr zufrieden.“

Überhaupt waren die Skandinavier im Saarland stark vertreten. Auf Platz drei in der Samstagabend-Kür folgte die im benachbarten Luxemburg stationierte Finnin Terhi Stegars mit Axis, Vierte wurde die Schwedin Charlotte Haid Bondergaard. 

 

Nürnberger-Sieg für Rohjuwel

Die Qualifikation für das Nürnberger Burg-Pokal-Finale hatte zuvor der achtjährige Hengst Rohjuwel unter Helen Langehanenberg gewonnen. „Auf ihn kann ich mich immer verlassen“, lobte die Vize-Olympiasiegerin ihren Oldenburger Rohdiamant-Sohn. „Und was er kann, will er auch nicht mehr falsch machen.“ Rohjuwel ist seit vier Jahren im Stall von Helen Langehanenberg und ihrem Mann Sebastian. Er war bereits vierjährig Vize-Landeschampion von Oldenburg, fünf- und sechsjährig war er zudem Finalist beim Bundeschampionat. Für Langehanenberg ist Rohjuwel das fünfte Pferd, das sie für das Finale des Nürnberger Burg-Pokals qualifiziert hat. Die Siegerin der Einlaufprüfung, Weltmeisterin Donna Unique unter Patrik Kittel, verzichtete auf einen Start in der Qualifikation. Sie hattte sich ihre Finalteilnahme bereits in München mit der Rekord-Qualifikationsnote von mehr als 78 Prozent gesichert.

„Die Anlage hier ist wirklich gigantisch, sehr gepflegt und man sieht sofort, dass hier mit Herz gearbeitet wird“, lobte Thorsten Magin von der Nürnberger Versicherungsgruppe. „Es entspricht der Philosophie unserer Prüfung, uns nicht nur auf eingefahrenen Bahnen zu bewegen, sondern auch mal neue Standorte zu integrieren.“ Da passte die Premiere der Peterhof Dressur-Gala genau in die Philosophie.

Die Intermediaire I-Prüfung, den Preis der Fontis Family Office GmbH und der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer und Lorz, hatte am Vormittag bereits Olympiareiterin Dorothee Schneider mit dem 16-jährigen Polarzauber gewonnen.

 

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Foto: a-focus Altenhofer

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